Der Huf wird in einigen Lehrbüchern nicht umsonst als "Wunderwerk der Biomechanik" beschrieben. Er ist für unterschiedlichste Belastungen konzipiert. Leider traut man ihm das heute nicht mehr zu und deshalb gehen oft mehr Pferde mit einem Hufschutz, als eigentlich nötig.
Jedoch muss der Barhuf für seine Aufgaben entsprechend trainiert werden - ein Aspekt der oft vergessen wird - z. B. durch das Gehen auf unterschiedlichen Böden mit unterschiedlichen Härtegraden. Und er erfordert mehr eigenständige Pflege durch den Pferdebesitzer.
Betreuung bei der Umstellung auf Barhuflaufen
Nicht jedes Pferd kann barhuf gehen, aber ein Versuch lohnt immer und oft wird der Einsatz von Zeit und Geduld, evt. mit Umweg über einen alternativen Hufschutz, mit Erfolg belohnt. Wer es versuchen möchte, sollte bereits vorab umfassend auch über mögliche auftretende Probleme während der Umstellung informiert werden.
Und bitte, liebe Pferdebesitzer, Hufbearbeitung darf nie dogmatisch werden. Es gibt keine Standardlösung und auch nicht mit jeder Bearbeitungsmethode ist es möglich einen tragfähigen Barhuf zu züchten. Wer das nicht bedenkt, bei dem wird der Traum vom Barhuflaufen für das Pferd schnell zum Albtraum.
Buchtipps:
- Eisen ab - was nun?, Pegasus-Verlag
- Alles über Pferde-Hufe, FS-Medien Verlag (überarbeitet von Boris Eberhard)
Wichtig bei jeder Art von Hufbearbeitung, Stellungskorrekturen und der Korrektur von Hufproblemen:
- Beurteilung des Pferdes im Stand und der Bewegung vor und nach der Hufbearbeitung.
- Berücksichtigung von Alter, Haltung und Nutzung des Pferdes.
- Bei Fehlstellungen schrittweise Korrektur um keine Reizungen des Knochen- und Bandapparates zu provozieren.